Singularity Academy Mental Health Webinar: Schulabsentismus und Schulangst

Das Seminar, organisiert von der Singularity Academy in Zusammenarbeit mit der Verus Bonifatius Klinik, zielte darauf ab, die zunehmenden Sorgen um das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen, insbesondere im Zusammenhang mit schulbedingter Angst und Absentismus, zu thematisieren. Diese Sitzung wurde von Dr. Roland, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, geleitet, mit einleitenden Worten von Dr. Lustenberger.

Der Schwerpunkt des Seminars lag auf dem Anstieg von Schulangst und Schulabsentismus, die seit der COVID-19-Pandemie ein weit verbreitetes Problem geworden sind. Dr. Roland erklärte, dass sich die Schulangst als übermäßige Angst vor schulspezifischen Situationen äußert und sowohl emotionale als auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und soziale Isolation hervorrufen kann. Diese Angst kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Leistungsdruck, Mobbing, Konflikte mit Mitschülern oder Lehrern sowie familiäre Probleme.

Schulabsentismus, der oft mit Schulangst einhergeht, ist gekennzeichnet durch wiederholtes, oft unbegründetes Fehlen in der Schule, was die schulische und soziale Entwicklung eines Kindes erheblich beeinträchtigen kann. Dr. Roland betonte, dass eine frühzeitige Intervention entscheidend ist, wobei Lehrer, Eltern und Schulpsychologen eine zentrale Rolle bei der Identifizierung und Bewältigung des Problems spielen.

Im Seminar wurden auch effektive Therapieansätze wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) besprochen, den Kindern hilft, ihre Ängste durch gezielte Konfrontation mit angstauslösenden Situationen zu bewältigen. Darüber hinaus ist Familientherapie oft unerlässlich, um zugrunde liegende familiäre Probleme anzugehen, die die Schulangst verstärken könnten. Dr. Roland unterstrich die Bedeutung eines unterstützenden Schulumfelds sowie individueller Lernförderung, um den Schülern den schrittweisen Wiedereinstieg in den Schulalltag zu erleichtern.

Das Seminar endete mit einer Fragerunde, in der verschiedene Themen erörtert wurden, darunter die Rolle von Medikamenten, der Einfluss von sozialen Medien und die Notwendigkeit einer frühen professionellen Hilfe. Das Seminar betonte die Wichtigkeit einer gemeinsamen Anstrengung von Familien, Schulen und Fachkräften im Bereich der psychischen Gesundheit, um das ganzheitliche Wohlbefinden betroffener Kinder und Jugendlicher sicherzustellen.

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Publiziert am: 13.06.2025